Wie alles anfing
Die Geschichte vom Kulturbahnhof Groß-Umstadt
Eine Idee nimmt ihren Lauf.
Unter dem Namen „Kulturbahnhof Groß-Umstadt“ (KuBa) wurde im April 2010 ein neuer Verein aus der Taufe gehoben. Die Gründungsversammlung fand im Nebenraum des Gasthauses „Zum Lamm“ statt. Einstimmig wurde dabei der Vorstand mit der Vorsitzenden Martina Dechange, Kassierer René Stieme und der stellvertretenden Vorsitzenden Karin Hartmann gewählt.
Neben der Pflege und Förderung des kulturellen Lebens in Groß-Umstadt nahm sich der Verein den Betrieb eines Cafés als Treffpunkt und Begegnungsstätte für Kulturinteressierte
aller Altersgruppen zum Ziel. Dieses sollte im nicht mehr als solches genutzten Bahnhofsgebäude Platz finden. Geplant war dessen Nutzung für Veranstaltungen sozialer, kultureller und politischer Art und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Initiativen.
Dieser Plan konnte jedoch nicht realisiert werden. Der Verein KuBa indes machte weiter und nahm sich vor, schwerpunktmäßig Veranstaltungen an besonderen und ungewöhnlichen Orten durchzuführen. Dazu gehörten die Umstädter Weinscheune, eine alte Hofreite in Richen, später auch die Alte Korbfabrik. Man organisierte auch Open-Air- Konzerte mit sehr viel Publikum, beispielsweise im Portugiesischen Club.
Über die Jahre etablierten sich die von Beginn an sehr erfolgreiche Reihe der beliebten Akustikabende „Musik in der Krone“ ab 2012, die jährlich im Herbst stattfindende
„Literarische Nacht“ sowie die späteren, regelmäßig gut besuchten Ü60-Partys oder auch „Kuba‘n‘ Jazz“.
Von links: Martina Dechange, René Stieme und Karin Hartmann
Ebenso beteiligten sich die „KuBaner“ an Demonstrationen und diversen Aktionen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz, wirkten mit bei Veranstaltungen zugunsten Geflüchteter in Groß-Umstadt oder einem Hilfsprojekt in Afrika.
Der Förderung junger musikalischer Talente hat sich der Verein genauso verschrieben wie Auftritten von Coverbands. Darüber hinaus will man sich auch der Malerei und bildenden Kunst widmen. Mit einer Kunstauktion beispielsweise, bei der Künstlerinnen ihre Werke versteigerten.
Es gab auch Theateraufführungen in Kooperation mit KuBa. Und dazu, neben anderen Aktionen, eine Bioweinprobe in den Weinbergen.


